Corrado

Ausganssituation

Der Corrado ist seit 2001 in meinem Besitz und lief am 24.8.1990 vom Band. Der Wagen war von Anfang an in keinem Guten Zustand. Der G-Lader war völlig verschlissen und irgendwann in der Vergangenheit gab es vorne rechts wohl einen Unfall. Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass der frühere Besitzer eine Autovermietung war – da wurde wohl gerne mal kopflos die Sau rausgelassen. Besonders die Elektrik war außerdem verbastelt. Sehr beliebt ist da auch natürlich das Abziehen des ABS Warnlichts, etc. Der Kauf kann also eher als “Rettung” bezeichnet werden.

Projektziel

Nachdem er jahrelang im Alltag benutzt wurde und bis auf den Umbau auf 2 Liter G60 Motor weitgehend original blieb, läuft seit Mitte November 2013 eine Komplettrestauration.
Ziel ist es, den Wagen nur noch zu Spaßzwecken zu fahren und zu erhalten. Daher soll er optisch weitgehend original bleiben (kein Plastekram, kein Spoilerkram, etc.). Ein gewisser Restkomfort soll dabei erhalten bleiben. Als Motorisierung soll ein 2 Liter 16VG65 rein. Ist alles fertig, geht’s zur Trans-Alp-Rallye für Oldtimer und Youngtimer.

Warum 16VG60

Ist für die “Generation Golf” einfach ein Mythos und wollte ich schon immer machen. Der Motor ist in der Form einzigartig und war nie für die breite Masse gedacht oder entwickelt worden. Dafür sprechen außerdem das Leistungsgewicht, der G-Lader Sound und das gute Durchzugsverhalten aus den untern Drehzahlen heraus.
Ich bin gespannt, wie sich das Aggregat im Bergrennen schlägt.

Allgemeine Tips für Corrado Projekte

Der Corrado wurde nur in geringer Zahl von Hand bei Karman gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist daher recht hoch und Rost gibt es selten. Bekannte Roststelle ist zum Beispiel der Tankstutzen. Leider sind die meisten Fahrzeuge schon verbastelt und originale Corrados sind so selten, dass man sie unverbastelt erhalten sollte. Meiner war leider verbastelt, soll nun aber wieder äußerlich weitestgehend original werden.
Der Corrado besteht zu großen Teilen aus Golf 2 und 3 Teilen, was die Teilesituation erstmal recht gut macht. Die Teilenummern beginnen dabei in den ersten 3 Stellen immer mit der Typnummer. Also “019″ für Golf 2, “053″ Für Corrado, usw. Motoren- und Verschleißteile sind nach wie vor kein Problem. Ganz anders sieht es bei Karosserie- und Kleinteilen aus. Diese sind Gold wert. Besonders zu erwähnen sind hier die Plasteteile der Karosserie und die Fenstergummis. Davon ist vieles nicht mehr lieferbar und die Gebrauchtteile sind nicht zu gebrauchen. Oft findet man Restbestände im Ausland – besonders in USA und UK.

To be continued…