Benzinversorgung

Bei der Benzinversorgung ist Sorgfalt geboten, wenn die Karre nicht abbrennen soll! Die Anzahl der Verbindungen über dem Motorblock und anderen heißen Teilen sollte auf ein Minimum reduziert werden. Ganz besonders natürlich im Bereich des Krümmers. Beim original G60 Motor befindet sich die ganze Einspritzleiste über dem Krümmer, was ganz schön übel ist.
Teuer, aber empfehlenswert, sind hier die Dash / AN Verbindungsstücke. Die sind ursprünglich für die US Army / Navy (daher AN) entwickelt und deswegen auch zollig. Die Umrechnung der Maße steht zu Hauf im Internet, deswegen verzichte ich hier mal darauf – es sei nur soviel gesagt, dass man für einen 10mm Benzinschlauch Dash 6 Fittings braucht. Die original G60 Schläuche haben 8mm Durchmesser, man kann aber ruhig auf 10mm gehen, dann ist Luft nach oben. Der Anschluss an der Einspritzleiste ist oft 3/8″. Man sollte ein NPT Gewinde benutzen, um sich die Dichtung zu sparen. Am besten fährt man also mit einem Adapter von 3/8″ NPT auf Dash 6.
Im 180 Grad Bogen ergibt sich dann folgendes Bild:

Benzinversorgung

Benzinversorgung


Die Schläuche gibt es auch als Stahlflex Variante. Da hier aber nichts reibt, reicht die einfache Variante.
Auf der anderen Seite der Einspritzleiste kommt ein grader Adapter hin. Allerdings empfielt sich hier ein Abzweig für einen 8mm Schlauch, an den der Druckschalter zum Benzinpumpennachlauf kommt.
BDR

BDR


Links sitzt auch der einstellbare Benzindruckregler mit passender Anzeige. Empfehlenswert ist eine ölgefüllte Anzeige. Die Anschlüsse an den Benzindruckreglern sind fast immer 1/8″ NPT.
Der Kreislauf muss jetzt so geklemmt werden: Vom Tank Vorlauf geht ein Schlauch an die Einspritzleiste. Von der Einspritzleiste geht ein Schlauch an den Eingang des Benzindruckreglers. Dabei gibt es einen Abzweig zum Druckschalter. Vom Ausgang des BDR geht ein Schlauch zum Tankrücklauf. Außerdem geht ein Unterdruckschlauch von der Ansaugbrücke (also hinter der Drosselklappe) zum BDR, sodass dieser den Druck basierend auf dem Saugrohrdruck regelt.
Das der BDR einstellbar ist, ist nicht wirklich relevant. Die Einspritzmenge ist von dem Durchsatz der Einspritzventile (bei einem festgelegten Druck) und der Einspritzzeit abhängig. Man erhöht den Benzindruck, wenn die Düsen einen zu geringen Durchsatz haben. Das Gemisch ist dann bei hohen Drehzahlen zu mager. Dabei verändert sich aber das Sprühbild des Einspritzventils, was auch wieder Murks ist.
Fazit: lieber gleich passende Einspritzventile kaufen und das Steuergerät (die Einspritzzeiten) richtig abstimmen lassen!