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Ladeluftkühler

Nach verschiedensten Experimenten blieben noch zwei Lösungen. Die Eine war ein Wassergekühlter LLK, der allerdings relativ teuer und kompliziert, dafür aber effizient und geschwindigkeitunabhängig funktioniert. Vielleicht später mal, denn vorerst gibt es eine praktische low-budget Lösung:

LLK Cupra R

LLK Cupra R


Das Ding stammt vom Seat Cupra R und hat in der “uprated” Version fast 11 Liter Netzvolumen, was mehr ist als der große LLK vom Golf. Kostenpunkt sind an die 200 Euro – und es handelt sich ebenfalls um ein VW Teil.
Der obere Schlossträger muß leider bearbeitet werden, da der LLK tiefer ist, als der vom Golf. Das vertikale Blech muß in der Tiefe um gut 3cm gekürzt werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Hupen zum besseren Anströmen zu verlegen.
LLK montiert

LLK montiert


Die Ladeluftführung ist relativ simpel und kurz. Sie führt hinter den Scheinwerfern vorbei, was aber perfekt passt. Der Cupra LLK ist also tatsächlich eine kostengünstige, wenn auch nicht “plug&play” Alternative.
Ladeluft Verlauf

Ladeluft Verlauf

Hinterachslager

Da der Corrado zum plötzlichen Ausbrechen der Hinterräder neigt, sind (natürlich unter anderem) gut Hinterachslager Pflicht und werden gleich mit gewechselt. Dazu kommt die Achse komplett raus und geht auch gleich zum Pulverbeschichter. Die G60 Hinterachse hat einen starren Stabilisator und darf nicht verwechselt werden.
Das Ausbauen der Lager kann brachial mit Durchsägen der äußeren Hülse erfolgen. Der Einbau erfordert eine Presse oder ein Spezialwerkzeug, wie auf dem Bild zu sehen:

Hinterachslager Werkzeug

Hinterachslager Werkzeug


Vorsicht! Wenn man die Schraub-Variante als Werkzeug benutzt, muß immer abwechselnd die Schraube gespannt und dann ein Hammerschlag auf die Pressplatte erfolgen. Das neue lager verkantet schnell und man verbiegt sonst das Werkzeug.
Hinterachslager

Hinterachslager


Beim Einbau der Hinterachse liest man viel Merkwürdiges und es wird viel diskutiert. Fakt ist, dass die Gummilager radial und axial vorgespannt werden müssen. Dies erfolgt über das Anziehen der Lagerböcke in einem Winkel von 12° und 30′ (bekommt man niemals so genau hin) und einem Spannen der gesamten Achse mittels Hebel und anschließendem Anschrauben der Lageböcke ans fahrzeug (daher haben die Lagerböcke auch Langlöcher).
Zum Bestimmen des Winkels kann man sich eine Schablone bauen, oder einen Winkelmesser mit Lot anlegen. Es gibt sogar Apps dafür. In diesem Fall muss die Achse aber genau Wagerecht liegen.
Lager radial vorspannen

Lager radial vorspannen


Die Muttern haben drehbare Unterlegscheiben, sodass man den Winkel auch ohne Verstellen angezogen bekommt. Sie werden mit 80Nm angezogen. Mehr vom Achseinbau später…
Lagerböcke

Lagerböcke

Riemenspanner

Der Riemenspanner, den ich erst verbaut hab, fliegt wieder raus. Die starren, verstellbaren Spanner sind keine gute Lösung, da alle Stöße und Vibrationen im Antriebsstrang direkt auf die Lager des Laders und der Lima gehen. Zu fest gespannte Riemen heulen zudem und zu lasch gespannte rutschen. Da sich die Konstrukteure des originalen Riemenspanners vom G60 sicher was dabei gedacht haben (es ist zudem ein Ölgedämpfter Stossdämpfer), wird dieser wiederverwendet. Damit man trotzdem verschiedene Laderräder fahren kann, hat der Halter mehrere Löcher zum Verstellen.

Riemenspanner

Riemenspanner


Die Konstruktion besteht aus zwei gebogenen Flacheisen und ist an der hinteren, linken Motorhalterung verschraubt. Eingebaut sieht das Ganze so aus:
Riemen montiert

Riemen montiert